Schülern den Übergang erleichtern – Brücken bauen

Wie der Wechsel an weiterführende Schulen gelingen kann, zeigt eine Ringvorlesung an der Universität Osnabrück

Osnabrück, 5. Oktober 2015

Ein schulischer Wechsel bietet nicht nur Chancen und neue Möglichkeiten, er kann auch Probleme mit sich bringen. So haben manche Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten, mit den für sie ungewohnten Anforderungen der neuen Schule zurechtzukommen. Sie können dabei an ihre Grenzen stoßen. Für andere ist es schwer, sich auf neue Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler einzustellen, selbstständiger und eigenverantwortlicher zu lernen. Wie vielfältig die Probleme sein können und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu lösen, thematisiert die Ringvorlesung „Schulische Übergänge gestalten – Brücken bauen“ ab Montag, 12. Oktober, im Wintersemester an der Universität Osnabrück. Die Veranstaltungen bieten Lehrkräften die Möglichkeit, sich über Projekte zur Bewältigung von Übergangssituationen zu informieren, deren Wirksamkeit und Konsequenzen kennenzulernen und sich mit anderen Schulen und Einrichtungen zu vernetzen. Die Ringvorlesung richtet sich als kostenlose Fortbildung an Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare; teilnehmen können außerdem Lehramtsstudierende der Universität.

Die Ringvorlesung geht auf einen Impuls aus einem Workshop im November 2014 in Bad Laer zurück, der vom Netzwerk Bildung – Stiftungen für die Region Osnabrück – veranstaltet wurde. „Dort ist vor allem deutlich geworden, wie wichtig es ist, schulübergreifend über das Thema zu sprechen und sich zu vernetzen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten“, sagt Michael Prior, der Sprecher des Netzwerks Bildung, das die Ringvorlesung finanziell unterstützt. „Wir haben Referentinnen und Referenten verschiedener Schulen und Bildungseinrichtungen der Region Osnabrück eingeladen, die ihre hervorragenden Beispiele zur Übergangsgestaltung vorstellen“, erklärt Prof. Dr. Ingrid Kunze vom Institut für Erziehungswissenschaft. Gemeinsam mit apl. Prof. Dr. Monika Fiegert und Katharina Graalmann zählt sie zu den Veranstalterinnen der Ringvorlesung. Die Veranstaltungen zeigen Forschungsergebnisse aus der Erziehungswissenschaft und verdeutlichen, wie wichtig es ist, den Schülerinnen und Schülern beim schulischen Übergang Brücken zu bauen, ergänzt Monika Fiegert und sagt: „Dies ist besonders wichtig, um Bildungsungleichheiten nicht noch weiter zu verstärken, sondern jede Schülerin und jeden Schüler dabei zu unterstützen, das eigene Bildungspotenzial ausschöpfen zu können.“

Ausschließlich an Studierende richtet sich die Einführungsveranstaltung am 12. Oktober, danach startet die Ringvorlesung am Montag, 19. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im EW-Gebäude der Universität Osnabrück, Seminarstraße 20, Raum 128. Nach einer Einführung in Grundlagen sowie Fragen der Bildungs(un-)gerechtigkeit wird das Thema aus der Sicht der jeweils beteiligten Institutionen beleuchtet und anhand von Praxisbeispielen sowie Kooperationen aus der Region erläutert. Berücksichtigt wird dabei nicht nur der Übergang von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen, sondern auch der Wechsel von Sekundarstufe I auf Sekundarstufe II und in den Beruf.

 

Weitere Informationen unter www.schulpaedagogik.uni-osnabrueck.de/index.php/de/ringvorlesung

 

Medienkontakt:

apl. Prof. Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Heger-Tor-Wall 9, 49074 Osnabrück,Tel. 0541/969-4868;E-Mail: mfiegert@uni-osnabrueck.de Internet: www.schulpaedagogik.uni-osnabrueck.de/index.php/de/personen/monika-fiegert